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Esslinger Zeitung vom 01. Oktober 2010 |
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Die Wortkunst ist angekommen |
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Englisch nur für den Songwriter |
Er durfte englische Lieder präsentieren, was den später folgenden Lyrikern verboten war. Mit viel Gefühl trug er seine Songs vor und begleitete sich selbst dazu auf der Gitarre. "Ich bin ein wenig aufgeregt", gab Wreden zu. "Normalerweise habe ich viel mehr Technik zur Verfügung - bei dem kleinen Raum braucht man die aber nicht." Seine Darbietungen, die zwischen den einzelnen Lesungen erfolgten, endeten meist mit einem schüchternen "Danke", erst dann traute sich das Publikum zu klatschen. Ungereimtheiten |
in der Küferstraße, las aus seinem dreibändigen Werk "Ungereimtheiten 1 bis 78". Nach ein paar Gedichten durfte dann das Publikum entscheiden, welche weiteren Ungereimtheiten gelesen werden. Zu gerne hätten die Besucher die Nummer 60 ("Ode an die Selbstbefriedigung")zu Ende gehört, doch gerade an der spannendsten Stelle brach Marion ab. Die 61 brachte dann nicht die erhoffte Fortsetzung - sondern setzte mit dem "Kirchenlied" einen starken Kontrast. Diese zwei Welten entdeckt Marion auch in sich selbst wieder: "Die lustvolle Welt ist mehr Rüdiger, der Karl mit seinem Kaffeehaus ist dagegen eher der Pflichtbewusste." Ein letztes Stück von Roman Wreden beendete die zweistündige Premiere. Gastgeber Andreas Roos zeigte sich mit dem Ergebnis "überzufrieden". Auch die nächsten Lesungen sind gesichert, denn 15 weitere Künstler warten schon darauf, ihre Werke vorzutragen. |
